Volker Saul Aluminiumschnitte | Stefan Kraus | Raum 10 | KOLUMBA Kunstmuseum des Erzbistums Köln | www.kolumba.de

Die Bilder des Kölner Künstlers Volker Saul (geb. 1955 in Düren) wirken wie überdimensionierte Scherenschnitte, die uns unbekannte Details einer amorphen Welt zu vergrößern scheinen. Saul ist ein Formenerfinder und -sammler, der das visuelle Vokabular seiner Werke in typologischen Reihen ordnet und in komplexen Bildwelten zusammenführt. Seine auf Schattenrisse reduzierten Kompositionen erzeugen – vermutlich gerade aufgrund ihrer Zweidimensionalität – eine Räumlichkeit, die ebenso an die unendlichen Weiten des Weltraums erinnert ... [ weiterlesen ]

 

Volker Saul | Reinhard Buskies im Katalog zur Ausstellung WYSIWYG im Kunstverein Bochum vom 12.5. bis zum 30.6.2013.

In seinem umfangreichen Werk, das schwerpunktmäßig der Zeichnung sowie Papier- und Metallschnitten, aber auch der Wandmalerei gewidmet ist, spürt Volker Saul mit besonderer Konsequenz bildnerischen Möglichkeiten zwischen assoziativer Wirksamkeit und gegenständlicher Unbestimmtheit nach. Wie übergroße Bildzeichen und zugleich geheimnisvolle Chiffren stehen Sauls Formfindungen auf der Wand, präzise konturierte, in ihrer Oberfläche meist homogene und oftmals einfarbige Gebilde, die sich signifikant vom Untergrund abheben und ... [ weiterlesen ]

 

Volker Saul - Wasserläufer | Jens Peter Koerver

Ein Bassin ist kein Aufenthaltsort für ein Bild. Auch wenn es sich mühelos über Wasser hält. Ist es ein Bild? Schwimmt es dort, wo sonst allenfalls Spiegelbilder der Wolken, der Umgebung zu sehen sind? Befremdlich ist der Ort, die Lage, ungewöhnlich der Blick von oben auf ein kaum überschaubares, extrem gestrecktes Geviert, eine Bildstrecke, die umschritten werden muss, um nach und nach gesehen zu werden, ohne das es ein klares Oben oder Unten, Links oder Rechts gibt. ... [ weiterlesen ]

 

Taxonomische Mirabilien – Zum Zeichenvokabular von Volker Saul | Harald Uhr

Auch jedem noch so abstrakten Bildgefüge kann, ja muss der arglose Betrachter ein „Das erinnert mich an…“ sich selbst, dem Bild oder seiner jeweiligen Begleitung zuraunen. Dies kann ihm niemand verwehren. Erst recht wird man ihm die Legitimation zu solchen Äußerungen nicht absprechen können. Denn in der Tat, nur schwerlich wird sich auf diesem Erdenrund etwas finden lassen, was nicht in einen wie auch immer gearteten Bezug zu irgendetwas anderem zu bringen wäre. Für die Erzeugnisse der Kunst gilt dies sogar noch in gesteigertem Maße, ... [ weiterlesen ]

 

Störfaktor Megalographie oder die Übertragung des Nicht-Eindeutigen | Ulrike Jagla-Blankenburg
im Gespräch mit Volker Saul zum Thema Wandmalerei und Zeichnung

UJB: Volker, in den letzten Jahren hast Du ausschließlich an drei Werkkomplexen gearbeitet: Wandobjekte, Zeichnungen und Wandmalerei. Wie kam es zu dem Entschluss, im Raum für Kunst in Aachen ausschließlich Wandmalerei zu präsentieren?

VS: Die Wandmalerei habe ich erst seit zwei Jahren wieder aufgegriffen. In Aachen zeige ich sie unter anderem deshalb, weil es sich innerhalb meiner Ausstellungen der letzten Monate zu einer aktuellen Reihe verdichtet hat. Dies gilt sowohl für Nijmegen („Paraplufabriek Nijmegen“) ... [ weiterlesen ]

 

Psychoaktive Zeichen – Volker Sauls Körperwechsler | Melanie Weidemüller

„…zwischen Seelenheil und Apokalypse“ vermutet der Untertitel der Ausstellung PSYCHO im Mönchengladbacher Kunstverein die vorgestellten Positionen. Die beiden Begriffe markieren entgegengesetzte Pole, ein Heilsversprechen einerseits und ein Untergangsszenario andererseits. Zwei Pole, zwischen denen sich eine Welt aufspannt, in der sich existenzielle (Psycho-)Dramen abzuspielen scheinen und letztlich jede „Position“ auf Sand gebaut ist. Volker Saul ist ein Künstler, dessen gewundene Linien die bipolare Logik durchkreuzen, wenn sie das Unentschiedene ... [ weiterlesen ]

 

Volker Saul | Dr. Michael Krajewski

Graphisch und signalhaft treten Volker Sauls Wandkompositionen und Papierarbeiten auf, formal reduziert und dennoch gesteigert assoziativ: Linien gleicher Stärke umkreisen Terrains, schließen Flächen ein, fügen sich zu heterogenen Gebilden, die sich nicht einfach narrativ entschlüsseln lassen und gerade daher die Phantasie des Betrachters in Gang setzen. Unsere Sehgewohnheiten, geschult an der modernen Alltagsästhetik von Werbung bis zum Comic-Strip, sind unmittelbar bestrebt, Sauls graphische Elemente in Bedeutung aufzulösen: die Konglomerate von ... [ weiterlesen ]